Unsere
Chronik
Geschichte
der Freien Wähler Isen
Parteifrei - unabhängig - bürgernah
Die Freien Wähler Isen verstehen sich seit jeher nicht als politische Partei im klassischen Sinne, sondern als unabhängige Wählergemeinschaft engagierter Bürgerinnen und Bürger, die Verantwortung für die Entwicklung und Gestaltung des Marktes Isen übernehmen wollen.
Ihre Wurzeln reichen zurück in das Jahr 1971. Damals schlossen sich kommunalpolitisch interessierte Männer aus dem Gemeindebereich zusammen, um mit einer parteifreien Bürgerliste für den Gemeinderat zu kandidieren. Ziel war es, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger unabhängig von parteipolitischen Vorgaben im Gemeinderat zu vertreten.
Zur Kommunalwahl 1971 stellten sich Franz Büchlmann, Franz Liebhardt, Franz-Xaver Mittermaier und Konrad Wolfbauer erstmals zur Wahl. Auf Anhieb gelang ihnen der Einzug in den damals 16-köpfigen Gemeinderat des Marktes Isen. Ab dem 1. Mai 1971 nahmen sie unter Bürgermeister Kotlenga ihre Mandate wahr und legten damit den Grundstein für die erfolgreiche Arbeit der Freien Wähler Isen.
Ein weiterer Meilenstein folgte im Wahljahr 1978, das den Einzug der ersten Frauen in den Isener Gemeinderat markierte. Zwei Frauen kandidierten erstmals für das bis dahin ausschließlich von Männern besetzte Gremium, darunter Brunhilde Kesenheimer. Sie wurde als Parteifreie auf der Liste der CSU in den Marktgemeinderat gewählt. Nach einer sechsjährigen Unterbrechung gelang ihr 1990 erneut der Einzug – diesmal auf der offiziellen Liste der Freien Wähler Isen. Im selben Jahr kandidierte Brunhilde Kesenheimer auch für das Amt der Ersten Bürgermeisterin gegen den damaligen Amtsinhaber Hans-Edmund Lechner (CSU). Zwar unterlag sie, erzielte jedoch mit 27,5 % der Stimmen ein beachtliches Ergebnis.
Einen historischen Wendepunkt stellte die Kommunalwahl 1996 dar. Siegfried Fischer, gebürtiger Isener und wohnhaft in Daigelspoint (Gemeinde Lengdorf), trat für die Freien Wähler Isen zur Wahl des Ersten Bürgermeisters an. Für viele überraschend gewann er mit 56,2 % der abgegebenen Stimmen und setzte sich erfolgreich gegen zwei Gegenkandidaten (CSU und Wählergruppe Mittbach) durch. Mit seinem Amtsantritt wurde das Bürgermeisteramt erstmals hauptamtlich geführt. An seiner Seite übernahm Evi Pfennig als zunächst Dritte und später Zweite Bürgermeisterin der Freien Wähler Isen zahlreiche repräsentative Aufgaben.
Nach vier Amtsperioden trat der langjährige Amtsinhaber zur Kommunalwahl 2020 nicht mehr an. Erstmals stellten CSU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und die Freien Wähler Isen jeweils eigene Kandidatinnen und Kandidaten. Für die Freien Wähler Isen ging Irmgard Hibler ins Rennen. In der Stichwahl setzte sie sich gegen den Kandidaten der CSU durch und wurde zur Ersten Bürgermeisterin des Marktes Isen gewählt. Damit schrieb sie Geschichte als erste Frau, die dieses Amt in Isen gewann.
Getreu dem Leitgedanken „parteifrei, unabhängig und bürgernah“ stellen die Freien Wähler Isen seit 1996 durchgehend das Gemeindeoberhaupt des Marktes Isen. Seit dem ersten Einzug in den Gemeinderat im Jahr 1971 vertreten regelmäßig vier bis sieben Gemeinderatsmitglieder der Freien Wähler Isen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger. Über viele Jahre hinweg waren sie zudem die stärkste Gruppierung im Marktgemeinderat.
Die Freien Wähler Isen scheuten sich nie, auch schwierige und kontroverse Themen offen anzusprechen, Verantwortung zu übernehmen und für tragfähige Lösungen zu kämpfen. Dabei stand stets das Wohl des Marktes Isen im Mittelpunkt. Eine sachliche, konstruktive und respektvolle Zusammenarbeit prägt nicht nur die Arbeit der Freien Wähler Isen, sondern das Wirken des gesamten Marktgemeinderates.
Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 treten die Freien Wähler Isen erstmals unter dem Namen Freie Wählergemeinschaft Isen an. Mit dieser Namensanpassung möchten sie ihre politische Unabhängigkeit noch deutlicher zum Ausdruck bringen.
Verfasserin:
Irmgard Hibler
